Zur Übersicht    
 

 

Das Prinzip der Eindeutigkeit des Weltgeschehens


Dieser Titel trifft nicht ganz das, was er eigentlich zum Ausdruck bringen sollte. Besser wäre wohl, statt von der "Eindeutigkeit" von der "Einfachheit des Weltgeschehens" im Gegensatz zu einer "Vielfachheit des Weltgeschehens" zu reden, aber leider könnte das Wort "Einfachheit", fälschlich mit "Unkompliziertheit" verwechselt werden. Im Folgenden wird dieses Prinzip mit PEW abgekürzt.


Die Kausalitätskette


Für die allermeisten Menschen gehört es, wenn auch vielleicht nur unbewusst, zu ihrem Grundverständnnis, dass unsere Welt ein Unikat ist, das aus vielen Galaxien und wahrscheinlich auch aus vielen Universen besteht, wobei aber der Umstand, dass dieses Konglomerat insgesamt ein Unikat ist, derart selbtverständlich ist, dass die Vorstellung einer Alternative sehr schwerfällt. Nur weil wir abstrakt zu manchen Behauptungen ihr Gegenteil defnieren können, muss es dieses Gegenteil nicht auch wirklich geben. In diesem Fall geht es um die Eindeutigkeit, zu der es die Mehrdeutigkeit nicht geben muss. Ohne uns Menchen, die diesen Begrfff konstruieren können, wäre eine mehrdeutige Welt sinnlos.

Genau genommen besagt das Wort "mehrdeutig" dass z.B. eine bestimmte Wirkung gleichzeitig größer und kleiner sein kann, und zwar in Abhängigkeit von Beobachtern. Solange es nur um die subjektiven Eindrücke dieser Beobachter geht, ist daran auch nichts auszusetzen. Wenn es sich aber um objektive Wirkungen handelt, schließen sich an solche unterschiedlichen Wirkungen unterschiedliche Kausalketten und damit dann auch unterschiedliche Parallelwelten an. Da ich die Parallelwelten für baren Unsinn halte, wagte ich 2016 - wie ich meinte völlig risikolos - die Behauptung, dass es in unserer Welt eine und nur diese eine Kausalkette gibt. Und so, wie es nur eine Kausalkette gibt, gibt es meiner Meinung nach dann auch nur das eine Weltgeschehen. Dass diese Meinung jedoch keine ungeteilte Zustimmung fand, habe ich in der Zwischenzeit mit Staunen vernommen. Ein von mir sehr geschätzter Physiker schrieb mir z.B. über Facebook, "Entweder ist Dein Prinzip (also das PEW) oder die Relativitätstheorie falsch".


Dieses Prinzip lässt sich wie folgt formulieren



.................
Umschließt ein Naturgesetz oder eine physikalische Theorie die Möglichkeit sich widersprechender Aussagen, ................ die nur durch das Entstehen von Parallelwelten realisiert werden könnten, ist das Gesetz bzw. ist diese Theorie ................ falsch
.
Dabei bedeutet hier das Wort "falsch", dass die Aussagen eines solchen "Gesetzes" entweder nur teilweise oder überhaupt nicht bestätigt werden können, und dass die "Parallelwelten" so beschaffen sein müssten, dass jede von ihnen ihre eigene eindeutige Kausalkette hat, für die immer nur eine der sich widersprechenden Aussagen des falschen Gesetzes realisiert ist. Wenn auch diese Parallelwelten nicht unlogisch sein mögen, stellen sie in meinen Augen nur einen völlig abwegigen Versuch dar, die Eindeutigkeit der Welt trotz der sich widersprechenden Aussagen eines falschen Gesetzes doch inoch irgendwie zu retten.

I
Hilfreich war das PEW bereits bei folgenden Problemen: Mit seiner Hilfe zeigte sich,

............ dass sich in der heute noch üblichen Formulierung der magnetischen Lorentzkraft die Geschwindigkeit der bewegten elektrischen Ladung, auf die die Lorentzkraft wirkt, nicht auf ein beliebiges und inicht stets auf ein im ganzen Raum gültiges Bezugssystem beziehen darf. Ferner zeigte sich,

............dass im dualen Licht die Photonen keine Partikel sind sondern nur zu einer vereinfachten Betrachtungsweise der elektromagnetischen Wellen der Maxwelltheorie verhelfen. Die eindeutige Betrachtungsweise des Lichts, nach der das Licht vollständig von den Maxwellschen Glleichungen beschrieben wird, führt zusammen mit dem Planckschen Strahlungsgesetz zu der Aussage, dass es im Weltall unsichtbare (dunkle) Materie geben muss.

............dass die Begründung der De Brogliewellen im Analogieschluss zu den Photonen nicht mehr haltbar ist, da die Photonen keine Partikel sind.

...........dass die Geschwindigkeit in einer Bewegungsgleichung nur dann enthalten sein darf, wenn sie als Differenz gegenüber einer anderen.Geschwindigkeit auftritt und dies obendrein nur in linearer Form. Anderenfalls würden die Gleichungen Glieder enthalten, die für verschiedene Beobachter (bzw. Bezugssysteme) verschieden sind, was auch für deren Lösungen gilt, die dann nicht mehr eindeutig sein können.

...... ...dass die Spezielle Relativitästheorie SRT neben den physikalisch stets uninteressanten subjektiven Ausssagen ihrer Beobachter für den Myoneneffekt keine widerspruchsfreien Aussagen anbieten kann, auch nicht mithilfe von Kombinationen solcher subjektiven Aussagen. Solange das so bleibt, verstößt die SRT gegen das PEW. Außerdem zeigt der Myoneneffekt, dass Materie durchaus schneller sein kan als das Licht


Der mögliche Einwand, dass es sich bei den widersprüchlichen Ausagen der Beobachter zumeist nur um unbedeutende mikroskopische Verhaltensweisen handelt, wird durch die Chaostheorie entkräftet. Die Chaostheorie befasst sich mit Phänomenen, bei denen sich aus geringfügigen Anlässen gewaltige Folgen, wie z.B. Wetterkatastrophen, schwere Verkehrsunfälle oder gar Kriege entwickeln können. So entschied z.B. der Todesschuss von G. Princip in Sarajewo über die Ausslösung des ersten Weltkrieges. Bekannt ist der berühmte Flügelschlag eines Schmetterlings, der schwerwiegende Folgen für die nachfolgende Welt nach sich ziehen kann und damit zu einem unabdingbaren Bestandteil der Kausalkette wird.
.

Dass es sich überhaupt lohnt, über ein Thema der Eindeutigkeiten nachzudenken, liegt daran, dass in jüngerer Zeit physikalische Theorien, wie z.B. die duale Theorie des Lichts oder die SRT, entstanden sind, welche Gefahr laufen, gegen jene "Eindeutigheit" des Weltgeschehens zu verstoßen. Es ist typisch für solche Theorien, dass sie zwar sehr interessant sind, dass aber die Folgen ihrer sich widersprechenden Aussagen offenbar nicht bedacht wurden. Da beispielsweise die Verhaltensweise des Lichts als Welle eine ganz andere ist als jene eines Teilchens; würden nach der dualen Theorie bei jedem Experiment mit demselben Licht ständig zwei verschiedene Kausalketten und damit ständig zwei Parallelwelten aus der Taufe gehoben.

Fälschlicherweise könnte man in diesem Zuusammenhang an die Unschärferelation denken, jedoch beschreibt sie nur den Einfluss der Mess-Apparatur auf das Messobjekt und beschreibt nicht ein sich widersprechendes Verhalten weder von dem Messobjekt noch von der Apparatur, mit der gemessen wird

Facit

In gewisser Weise dürfte das gerade formulierte Prinzip entweder zu den "mächtigsten Prinzipien" der Physik gehören, da es für alle Naturgesetze eine notwendige Bedingung formuliert oder es wird zu einer banalen Selbstverständlichkeit wie etwa, dass Eins und Eins gleich Zwei ist, wenn alle "falschen" Gesetze beseitigt worden sind. Ähnlich dem Energiesatz lässt sich das PEW nicht beweisen, da man dazu einen noch evidenteren Glaubenssatz benötigte als eben jenen, dass das Weltgeschehen eindeutig ist.