Urknall
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Weber-Fechner


Das Prinzip der Eindeutigkeit des Weltgeschehens, Parallelwelten


Dieser Titel trifft nicht ganz das, was er eigentlich zum Ausdruck bringen sollte. Besser wäre wohl, statt von der "Eindeutigkeit" von der "Einfachheit des Weltgeschehens" im Gegensatz zu einer "Vielfachheit des Weltgeschehens" zu reden, aber leider könnte das Wort "Einfachheit" fälschlich mit "Unkompliziertheit" verwechselt werden, was hier nicht gemeint ist. Im Folgenden wird dieses hier zu besprechende Prinzip mit PEW abgekürzt.


Die Kausalitätskette


Für das Weltgeschehen spielt die sogenannte Kausalkette eine große Rolle. Vereinfacht besagt sie, dass mit jedem Glied dieser Kette die ganze Welt für einen bestimmten Zeitpunkt vollständig umfasst wird, ganz unabhängig davon, ob sie dabei "beobachtet" wird oder nicht. Jedes dieser Glieder ist dabei abhängig von dem unmittelbar vorausgegangenen Kettenglied. Man sollte meinen, dass eine solche Erklärung trivial ist und keinen Erkenntnisgewinn bringt. Dennoch verlangt sie, dass jedes Glied einer solchen Kausalkette in allen seinen Bestandteilen eindeutig also nicht mehrdeutig ist, wenn man nicht will, dass das Weltgeschehen in Parallelwelten aufsplittet, die sich widersprechen. Dabei bin ich selbst von der Existenz sehr vieler Universen überzeugt, deren Elementarteilchen unterschiedliche Kenndaten haben. Wie ich in dem Aufsatz "
Der Urknall" näher beschreibe, sind nach meiner Meinung diese Universen mit jeweils völlig einheitlichen Kenndaten ihrer Elementarteilchen über einen Riesenzeitraum durch eine Entmischung aus einer Welt hevorgegangen, in der die Elementarteilchen nebeneinander ganz verschiedenne Kenndaten gehabt hatten, dass aber jetzt diese Universen weit voneinander entfernt sind. Bei dem hier gemeinten Aufsplitten entwickeln sich dagegen nach Meinung verschiedener Beobachter die Welten sofort auf unterschiedliche Weisen weiter, so z.B. würde sich nach dem Todesschuss von G. Princip in Sarajewo für den einen Beobachter, der sah, dass es ein Todesschuss war, die Welt sich mit der Auslösung des ersten Weltkrieges, und für einen anderen Beobachter, der gesehen hatte, dass der Schuss daneben ging, die Welt sich in Frieden weiter entwickeln würde.

Nehmen wir z.B. den Begriff "Geschwindigkeit". So wissen wir zwar, dass eine Geschwindigkeit erst dann bedeutungsvoll wird, wenn man weiß, auf welches Bezugssystem sie sich bezieht. Bis dahin ist ihre Bedeutung noch völlig offen. Aber wir haben uns so sehr an jenes Bezugssystem gewöhnt, in dem unsere Umwelt wie in einem Labor ruht, dass wir diesen für die Bedeutung jeder Geschwindigkeit so wichtigen Umstand oft vergessen. Unabhängig von einem Bezugssystem ist dagegen die Differenz der Geschwindigkeiten von zwei Objekten. Wenn man also eine physikalische Formel ohne Angabe eines zugehöriigen Bezugssystems formulieren will, darf sie Geschwindigkeiten nur in Form von Differenzen von Geschwindigkeiten enthalten. Eine Ausnahme davon macht in der Speziellen Relativitätstheorie die Lichtgeschwindigkeit, da sie von den Bezugssystemen angeblich unabhängig ist.

Es gibt viele Beobachtungen und Meinungen, die für die Kausalkette entweder unwichtig sind oder nicht zu ihr gehören, weil sie nicht eindeutig sein können. Das betrifft in erster Linie alle Beobachtungen, die wir ständig subjektiv von unserer Umwelt machen, aber dann auch alle physikalischen Formeln, in denen eine Geschwindigkeit doch anders als in Form von linearen Differenzen enthalten ist und die deswegen vom jeweiligen Beobachter abhängen. Sogar das
Magnetfeld gehört dazu, soweit es in Verbindung zu elektrischen Ladungen steht. Erst die Auswirkungen seiner Lorentzkräfte, die genau genommen glücklicherweise immer von Differenzen von Geschwindigkeiten zweier Objekte abhängen, dürfen in die Kausalkette gelangen. Tatächlich würden die Glieder der Kausalkette ihre Eindeutigkeit durch das Eintreffen der vorhergesagten Wirkungen eines physikalisches Gesetz oder einer physikalische Theorie verlieren, wenn durch sie bei der beliebigen Wahl eines Beobachters Sachverhalte betroffen werden, die Eingang in die Kausalkette finden. Schon das Vorhandensein von zwei gleichberechtigten unterschiedlichen Beobachtern würde dann logischerweise das Weltgeschehen zwingen, sich zugleich auf zwei verschiedenen Weisen weiter zu entwickeln.

Um zu gewährleisten, dass das Geschehen der Welt, wie wir sie betrachten, stets eindeutig bleibt - sich also nicht in mehrere Parallelwelten aufsplittet - müssen die physikalischen Theorien und Gesetze so beschaffen sein, dass die Kausalkette zu jedem Zeitpunkt stets eindeutig ist, also nicht von beliebigen Beobachtern abhängt. Diesem Zweck dient das folgende Prinzip


Das Prinzip PEW


Dieses Prinzip lässt sich wie folgt formulieren

.................
Umschließt ein Naturgesetz oder eine physikalische Theorie die Möglichkeit sich widersprechender Aussagen, ................ die nur durch das Entstehen von Parallelwelten realisiert werden könnten, so beschreibt das Gesetz bzw. diese ................ Theorie nichts, was Teil der Kausalkette sein könnte und führt zu falschen Voraussagen
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Da ich die gleichzeitig entstehenden Parallelwelten für baren Unsinn halte, wagte ich also 2016 - wie ich meinte völlig risikolos - mit diesem Prinzip die Behauptung, dass es in unserer Welt eine und nur diese eine Kausalkette gibt, und dass daher nur dieses eine Weltgeschehen existiert, in dem wir leben. Dass diese Meinung jedoch keine ungeteilte Zustimmung fand, habe ich in der Zwischenzeit mit Staunen vernommen. Ein von mir sehr geschätzter Physiker schrieb mir z.B. über Facebook, "Entweder ist Dein Prinzip (also das PEW) oder die Relativitätstheorie falsch".



Hilfreich war das PEW bereits bei folgenden Problemen: Mit seiner Hilfe zeigte sich,

............ dass in der noch heute üblichen Formulierung einer im Magnetfeld eines Permanentmagneten auf eine elektrische Probeladung wirkenden magnetischen Lorentzkraft die Geschwindigkeit der Probeladung allein und nicht als Teil einer Differenz zweier Gechwindigkeiten zu finden ist. Um richtige Ergebnisse zu liefern, darf sie sich dann nicht auf ein beliebiges Bezugssystem beziehen sondern nur auf jenes Bezugssystem, in dem der Permanentmagnet ruht. Stammt das Magnetfeld an der Stelle der Probeladung von mehreren mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegten Permanentmagneten, muss man zur Berechnung des richtigen Bezugssystems deren Geschwindigkeiten mitteln, um dann mit ihm die richtige Geschwindigkeit der Probeladung zu erhalten. Die Mittlungsgewichte sind dabei proportional zu den Feldstärken der betreffenden Permanentmagnete am Ort der Probeladung. Allerdings ist dann dieses Bezugssystem vom Ort der Probeladung und vieleicht auch von der Zeit abhängig. Ferner zeigte sich,

............dass im dualen Licht die Photonen , deren Verhaltensweisen von denen der Lichtwellen abweichen, keine Partikel sind, sondern nur in vielen Fällen zu einer stark vereinfachten Betrachtungsweise der elektromagnetischen Wellen der Maxwelltheorie verhelfen. Dagegen führt die Betrachtungsweise des Lichts, nach der das Licht vollständig von den Maxwellschen Gleichungen beschrieben wird, zusammen mit der Planckschen Strahlungsformel E=h*Nue zu der Aussage, dass es bereits aus diesem Grunde im Weltall unsichtbare Sterne geben muss, und dass der Nachthimmel schwarz erscheint, obwohl zu erwarten ist, dass es in jedem Winkelsegment des Himmels unendlich viele Sterne gibt. Die eigentliche Begründung für die sogenannte "Dunkle Materie" ist aber, dass es sich bei ihr einfach um Materie handelt, die sich mit Über-Lichtgeschwindigkeit von uns wegbewegt.
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dass die Begründung der De Brogliewellen, deren Existenz behaupten würde, dass alle Teilchen zugleich auch Wellen sind, im Analogieschluss zu den Photonen nicht mehr haltbar ist, da die Photonen nur "Als ob"-Partikel sind. In meinem Aufsatz "Das Doppelspalt-Experiment" zeige ich, dass dieses wichtige Experiment noch keinen schlüssigen Beweis für die Dualitätät der Elektronen liefert.

...........dass die Geschwindigkeit in einer Bewegungsgleichung nur dann enthalten sein darf, wenn sie als Differenz gegenüber einer anderen.Geschwindigkeit auftritt und dies obendrein nur in linearer Form. Anderenfalls würde eine solche Bewegungsgleichung Glieder enthalten, die für verschiedene Beobachter (bzw. Bezugssysteme) verschieden sind, was dann auch für deren Lösungen gilt, die dann nicht mehr eindeutig sein können.

...... ...dass die Spezielle Relativitästheorie SRT neben den für die Kausalkette stets uninteressanten subjektiven Ausssagen ihrer Beobachter für den Myoneneffekt keine widerspruchsfreien Aussagen anbieten kann, auch nicht mit Hilfe von Kombinationen solcher subjektiven Aussagen. Damit können die von der SRT vorausgesagten Ereignisse nicht in die Kausalkette aufgenommen werden, was bedeutet, dass die SRT nicht richtig sein kann. Vielmehr liefert gerade der Myoneneffekt unmittelbar den Beweis dafür, dass Materie durchaus schneller als das Licht Entfernungen überwinden kann, wenn sie - wie eben ein Myon - bei einem Mesonenzerfall durch eine Coulombkraft oder durch ähnliche Kräfte auf Überlichtgeschwindigkeit beschleunigt wird. Auch die Gravitation im Weltall ist ebenfalls eine Kraft ist, die nicht an die in den Maxwellgleichungen enthaltene Lichtgeschwindigkeit gebunden ist und daher der Materie zu größeren Geschwindigkeiten, als das Licht sie hat, verhelfen kann. Weil das PEW zeigt, dass wir auf die Aussagen der SRT keine Rücksicht mehr zu nehmen brauchen, hat es damit den Weg frei gemacht, die rätselhafte "Dunkle Materie" als ganz normale Materie zu entzaubern, die sich von uns mit Überlichtgeschwindigkeit entfernt.


Dass es sich überhaupt lohnt, über das Thema der Eindeutigkeit des Weltgeschehens nachzudenken, liegt daran, dass in jüngerer Zeit physikalische Theorien, wie z.B. die duale Theorie des Lichts oder die SRT, entstanden sind, welche Gefahr laufen, gegen jene "Eindeutigheit" des Weltgeschehens zu verstoßen. Es ist typisch für solche Theorien, dass sie zwar sehr interessant sind, dass aber die Folgen ihrer sich widersprechenden Aussagen offenbar nicht bedacht wurden. Verantwortlich für solche Denkweisen könnte die Mathematik sein, die uns glauben macht, dass negative Anzahlen oder gar komplexe Zahlen und Tensoren für die Natur eine Rolle spielen und nicht nur mathematische Hilfsgrößen sind, die schließlich wieder zu normalen positiven Ergebnissen verhelfen. Da die Verhaltensweise des Lichts als Welle eine ganz andere ist als jene eines Lichtteilchens, also eines Photons, würden nach der dualen Theorie bei jedem Experiment mit demselben Licht ständig zwei verschiedene Kausalketten und damit ständig zwei neue Parallelwelten aus der Taufe gehoben. Auch die Auffassung in der Quantentheorie, dass erst die Beobachtung bewirkt, dass sich das Elektron irgendwo befindet, bereitet Schwierigkeiten, wenn mehrere voneinander unabhängige Beobachter zugleich das Elektron "beobachten", ohne sich dabei widersprechen zu dürfen.

Der mögliche Einwand, dass es sich bei den widersprüchlichen Ausagen der Beobachter zumeist nur um unbedeutende mikroskopische Verhaltensweisen handelt, wird durch die Chaostheorie entkräftet. Die Chaostheorie befasst sich mit Phänomenen, bei denen sich aus geringfügigen Anlässen gewaltige Folgen, wie z.B. Wetterkatastrophen, schwere Verkehrsunfälle oder gar Kriege entwickeln können. Bekannt ist der berühmte Flügelschlag eines Schmetterlings, der schwerwiegende Folgen für die nachfolgende Welt nach sich ziehen kann und damit zu einem unabdingbaren Bestandteil der Kausalkette wird.
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Fälschlicherweise könnte man in diesem Zuusammenhang an die Unschärferelation denken, jedoch beschreibt sie nur den Einfluss der Mess-Apparatur auf das Messobjekt und beschreibt nicht ein sich widersprechendes Verhalten weder von dem Messobjekt noch von der Apparatur, mit der gemessen wird

Fazit

In gewisser Weise dürfte das gerade formulierte Prinzip entweder zu den "mächtigsten Prinzipien" der Physik gehören, da es für alle Naturgesetze eine notwendige Bedingung formuliert oder es gerät irendwann zu einer banalen Selbstverständlichkeit wie etwa, dass Eins und Eins gleich Zwei ist, wenn schließlich alle "falschen" Gesetze beseitigt worden sind. Ähnlich dem Energiesatz lässt sich das PEW nicht beweisen, da man dazu einen noch evidenteren Glaubenssatz benötigte als eben jenen, dass das Weltgeschehen eindeutig ist.